IMPECT ist neuer Technologiepartner

Wir freuen uns sehr, mit Impect einen unserer Technologie-Partner im Scouting-Verband vorstellen zu dürfen. Die beiden Gründer Stefan Reinartz & Jens Hegeler sind mit Ihrem Ansatz schon parallel zu ihrer eigenen Karriere viel tiefer in die Daten eingetaucht, als es die bis dato im Fußball verfügbaren Metriken erlaubt haben. Dabei spielt der Kontext für den Fußball die entscheidende Rolle. Wir alle sind mit den Statistiken zum Ballbesitz, Gewonnenen Zweikämpfen und Torschüssen als Einblendungen in TV -Übertragungen oder auch in FIFA aufgewachsen, doch welche Aussagekraft haben diese Daten auf den Spielausgang?

Die Antwort ist: eine sehr geringe – beziehungsweise so gut wie gar keine. Die Prozentwerte in der obenstehenden Grafik geben Auskunft über die Korrelation zum Endergebnis. Auf Basis von mehr als 100.000 Spielen, in denen es einen Sieger und Verlierer gab, zeigt sich: ein Team mit mehr Ballbesitz als das gegnerische Team gewinnt nur 51% aller Spiele – verliert also auch 49% der Spiele. Ähnlich wenig aussagekräftig ist die Anzahl der gewonnenen Zweikämpfe und der Laufdistanz.

Expected Goals Werte, die seit einigen Jahren auch medial ihren Siegeszug feiern, erreichen eine bessere Vorhersage. Non-Shot based xG liegen immerhin bei einer Korrelation von 57% und die klassischen expected Goals Werte liegen bei 75%. Die Aussage dieser Metrik ist allerdings nichts anderes als, dass die Mannschaft mit den besseren Tormöglichkeiten in 75% der Fälle das Spiel gewinnt. Diese xG Werte sind zudem vor allem Team-basiert und geben kaum Auskunft über individuelle Leistungen von Spielerinnen und Spielern.

Wesentlich aussagekräftiger werden Spieldaten, wenn sie mehr Kontext beinhalten. Genau dies ist im Jahr 2016 mit den Packing-Daten erstmals gelungen und aufgrund der Europameisterschaft auch entsprechend medial viral gegangen. Das „Problem“ im Fußball ist der Gegner. Diesen gilt es zu überwinden, um ein Tor zu erzielen. Dafür ist nicht die Passstatistik oder Ballbesitzquote an sich relevant, sondern die Effektivität von Aktionen. Um näher vor das gegnerische Tor zu gelangen ist also zum Beispiel vor allem die Anzahl überspielter Gegner relevant.

Aus diesem neuen Ansatz heraus ist es Impect gelungen ein ganzheitliches und stetig weiterentwickeltes Modell zu etablieren. Das aktuelle Packing-expected-Threat Modell liefert Informationen und Metriken für die Spielanalyse als auch für das Einzelspielerscouting. Die Performance eines Spielers lässt sich so noch wesentlich detaillierter analysieren und die verschiedenen Impect-Parameter erlauben eine Gewichtung für die jeweilige Scouting-Relevanz und Profilpassung.

Zentral ist also immer die Frage, was ist effektiv für das Spiel – was ist gewinnbringend für mein Team? Diese lässt sich im eigenen Scouting- und Analyseportal sowie durch die Integration der Daten in zahlreiche andere Systeme wesentlich fundierter und fußballspezifischer beantworten.  Neben Stefan und Jens freuen wir uns zukünftig auch über den Austausch mit Dr. Turid Knaak, die bei Impect nicht nur die Kommunikation, sondern auch eine große Portion Fußballedukation verantwortet. Durch die Partnerschaft möchten wir gemeinsam unserem Ziel nachgehen den Mitgliedern des Fussball Scouting Verbands einen Ein- und Überblick über die neuesten Datenscouting-Entwicklungen, Best Practices und relevante Innovationen zu bieten.